Montag, 17. Juli 2017

Busenberger Holzschuhpfad

Am Samstag waren wir bei R. und S. zum Grillen eingeladen. Und bei der Gelegenheit verabredeten wir uns für Sonntag zum Wandern.Normalerweise bereitet S. das immer ganz akribisch vor (und auch nach)- so mit Ausdruck der bewältigten Höhenmeter, der Entfernung, der Strecke auf der Karte usw. Aber diesmal war ja alles ganz spontan- und wir verließen uns auf die Karte und den Flyer, den ich besorgt hatte.


Der Busenberger Holzschuhpfad ist ein Premium-Wanderweg, im Ganzen 24,8 km lang, mit knapp 1000 Höhenmetern, und einer Wanderzeit laut Wanderführer von 8 Stunden-also eine schwere Tour.
Aber keine Angst- das sind wir nicht gelaufen! Auf dem Flyer waren die verschiedenen Einstiegspunkte in die Tour aufgeführt, und die Tatsache beschrieben, dass man die Tour auch in 2 Etappen laufen könnte. Und so starteten wir am Parkplatz Eilöchel auf der Verbindungsstraße von Busenberg nach Schindhard mit der längeren Etappe.


Die Wegmarkierungen im Laufe der Tour reichten mindestens für 2pro Mann / Frau :-))







Durch den Wald ging es um den Eckfelsen herum bis zum Eichelberg


 mit einem schönen Aussichtspunkt. Der Rundumblick ist wirklich toll.




Von dort folgten wir dem Vogellehrpfad,


 an einer kleinen Kapelle vorbei, die einem 9jährigen Mädchen gewidmet ist, das in den 1930er Jahren dort am Felsen durch Absturz zu Tode kam.


Unterwegs schöne Felsformationen




Nächste Station war der Parkplatz "Hexenplätzel" mit seinem Brunnen.


Weiter ging es durch "Tannenwald" und "Langenwald", mit vom letzten Sturm umgeknickten Bäumen


Waldschrat?
 und dann mit einem kurzem Abstecher zum Bühlhof.


Dort machten wir Mittagsrast, mit Blick auf die Burgruine Lindelbrunn.


Bis jetzt gab es schon einige Anstiege, aber was nun folgte, war echt anstrengend:
der Anstieg zum Löffelsberg




...aber wieder mit tollen Ausblicken


und danach zum Puhlstein (oder Buhlstein)

Felsentor am Löffelsberg




Dabei darf man nicht vergessen, dass es zwar schön durch schattigen Wald ging, aber es war schwül!


Zwischendurch kam man raus aus dem Wald,



und hatte einen tollen Blick auf die Burg Berwartstein in Erlenbach bei Dahn. Das ist die einzige bewohnte Burg im Wasgau.


Nach dem Überqueren der Verbindungsstraße von Busenberg und Erlenbach folgten wir kurz der Straße, bis es über eine Wiese zur Kapelle St. Gertraud ging.Sie wurde um 1450 von den Eckbrechten von Dürckheim erbaut und diente bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als Wallfahrtskapelle.



auf dem Pfälzer Jacobsweg


Weiter ging es dann zur Hütte des Pfälzer Wald-Vereins am Drachenfels. Da es mittlerweile gegen 18 Uhr ging, legten wir hier unsere Abendbrotrast ein. Auf die Burg stiegen wir aber nicht, denn das hatten wir beim letzten Mal gemacht.


Hier wechselten wir dann vom Holzschuhpfad auf den Pfälzer Waldsteig, d.h. in Richtung Busenberg.
Ameisenhaufen im Wald
 
Und dann geschah ein Unglück:

Auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg kurz vor`m Ortseingang sahen wir an einem Baum einen Specht. S. holte seine Fotoausrüstung hervor, um das Tierchen zu fotografieren. R. behielt den Vogel im Auge- langsam rückwärts gehend- und plötzlich kam sie am Straßenrand in`s Straucheln, verlor das Gleichgewicht und stürzte rückwärts einen Abhang hinab, über einen Weidezaun und auf den Rücken. GsD hatte sie den Rucksack auf, der den Sturz abfederte (problematisch, denn vor kurzem mußte sie an der rechten Schulter operiert werden!). Zumindest der Steiß war ordentlich geprellt...

Das letzte Stück durch den Ort ging unproblematisch,

Jacobusstatue mit Drachenfels im Hintergrund

in 2 Wochen ist Burgfest

und nach ca. 5 1/2 Stunden und 16 km erreichten wir unser Auto.

Vielen Dank unseren Freunden für einen sehr schönen Tag!

Samstag, 15. Juli 2017

Kaum macht man`s richtig...

...schon funktioniert`s.

Kennt Ihr diesen Spruch?

Dass das durchaus der Wahrheit entspricht, durfte ich in der vergangenen Woche erleben.

Die letzten Wochen waren geprägt von einer gewissen Zählmüdigkeit. Ich hatte keine Lust, alles aufzuschreiben, Sport war ein Fremdwort- nicht zuletzt dadurch, dass ich im Moment Schmerzen an meiner linken Hand habe (seit > 6 Monaten, langsam und stetig zunehmend). Schuld daran ist eine Entzündung eines Muskels ( Sehne) am Ansatz des Knochens. Letztlich hilft nur absolute Ruhigstellung; und da ist Pilates nun nicht gerade das Mittel der Wahl beim Sport,wegen des häufigen Abstützen des Körpers auf den Händen. Aber auch mein geliebtes Nordic Walking ist kontraproduktiv...Und so hab ich mal locker alles schleifen gelassen, zwar kalorienarm gekocht, aber ansonsten gegessen, wonach mir der Sinn stand.
Zum Glück habe ich mehr oder weniger mein Gewicht gehalten...
Am vergangenen Montag jedoch hatte ich mich aufgerafft und angefangen, mein Essen wieder aufzuschreiben und Kalorien zu zählen- ging sogar erstaunlich leicht...

Und siehe da- nach 5 Tagen war eine Gewichtsreduktion von 1,2 Kilo zu verzeichnen. Gut, einiges davon ist mit Sicherheit Wasser, was ich bei der Hitze eingelagert hatte, aber trotzdem bin ich ganz happy :-)

Mal sehen, wie lange die Euphorie und der Wille zum Zählen anhält- ich werde Euch berichten...

Samstag, 8. Juli 2017

Und schon wieder in`s Museum...

Am vorigen Sonntag war es bei uns trüb und regnerisch- und Göga hatte zum Wandern keine Lust (trotz der vorhandenen Regenklamotten...:-)    ).
Und so entschlossen wir uns, nochmals einen Museums-Besuch zu machen.

Vor kurzem waren wir ja schon unterwegs auf den Spuren der Glasmacher in Lothringen- das 3. dazugehörige Museum war diesmal unser Ziel:

Also fuhren wir am späten Sonntagmorgen wieder in`s Bitcher Land, nach Saint-Louis-les-Bitche, in`s Kristall-Museum.

Dort angekommen, fiel uns zuerst die hübsche Dorfkirche auf-leider war erst Gottesdienst und nach dem Museumsbesuch war dann die Kirche zu...Aber auch von außen eine Augenweide...
 
 
 
Das Kristall-Museum namens "La Grande Place"


zeigt interessante Stücke der dort ansässigen Manufaktur, man lernt einiges über den Unterschied von Glas und Kristall, und in kleinen Filmen wird einiges gezeigt, wie bestimmte Stücke hergestellt werden. Von den Ausstellungsobjekten könnt Ihr Euch ein eigenes Bild machen (die Fotos sind nicht besonders gut gelungen, da sich das Licht immer wieder gespiegelt hat...)
Kristall-Lüster im Eingangsbereich
Briefbeschwerer
 
Zum Schluß führte der Weg natürlich durch einen Verkaufsraum-die Stücke sind toll, aber unheimlich teuer (was ich nun zwar verstehen kann, was aber trotzdem schade ist...)

Bei unserem  Museumsbesuch im Lalique-Museum hatte ich mir einige kleine Prospekte von Besucherzielen in der Umgebung- auf französischer Seite- mitgenommen. Dabei fiel mir ein Schuh-Museum der besonderen Art auf- das Holzschuh-Museum in Soucht!
 

Und dort fuhren wir danach hin; auch nur einige Kilometer weiter.
Als das Museum gegen 14 Uhr öffnete, waren wir die einzigen Besucher, und so kamen wir in den Genuß einer kleinen "Privat-Führung". Dabei erklärte man uns die Herstellung der Holzschuhe mit alten Geräten,

 mit später angeschafften Maschinen


 und wir konnten tolle Exemplare von Holzschuhen ansehen...
in der Mitte Fischer-Stiefel: unten Holz, oben Leder

Schuhe mit Spikes zum Lösen der Esskastanien aus der Schale
 
diese Sohlen wurden mit Riemen am Fuß festgemacht

solche Stiefel trugen die Soldaten im 2. Weltkrieg!



Meisterstück eines Holzschuh-Machers: Kette und Schuhe aus EINEM Stück!
 
Dabei erfuhren wir, dass dort im Gegensatz zu Deutschland noch bis Mitte der 1970-er Jahre Holzschuhe hergestellt und verkauft wurden- zu einer Zeit, wo nur einige Kilometer weiter auf der deutschen Seite die Leder-Schuh-Produktion ihre Hoch-Zeit hatte.
Und für diejenigen, die das Feeling des Holzschuh-Tragens mal auskosten wollten, gab`s sogar Exemplare zum Anprobieren und damit durch`s Museum zu schlappen bzw. zu klappern- denn laut sind die Dinger allemal...

Da es im Laufe des Tages immer wieder kurz regnete, haben wir alles richtig gemacht und den Sonntag gut verbracht...